Informationen für Schülerinnen und Schüler

Sie möchten evt. Chemie, Lebensmittelchemie oder Materialwissenschaft studieren? Oder Sie sind unschlüssig - Sie möchten mal schnuppern? Dann sind Sie hier richtig!

Wenn Sie naturwissenschaftlich interessiert sind und die Chemie Ihnen spezielle Freude bereitet - wie wäre es dann mit einem Chemie-Studium?! Wir empfehlen vorab das Online-Assessment des MINT-Kollegs - damit Sie wissen, was auf Sie zukommt.

Weitere Informationen allgemeiner Art finden Sie auf der Homepage der Gesellschaft der Deutschen Chemiker.

Informationsseiten der Gesellschaft der Deutschen Chemiker

Dauer: 2:59 | © Universität Stuttgart | Quelle: YouTube

Hier wird bereits das Interesse von Grundschulkindern (aber nicht nur!) an Naturwissenschaften geweckt! Melden Sie Ihre Klasse rechtzeitig an, die Nachfrage ist sehr groß.

Fehling-Lab

Besuchen Sie uns am Unitag und informieren Sie sich vor Ort. 2020 findet der Unitag am 18. November statt.

richtet sich an alle an Naturwissenschaften und Chemie interessierten Schülerinnen und Schüler der 11./12. Jahrgangsstufe. In einem einwöchigen Schnupperstudium Chemie in den verschiedenen Instituten der Fakultät Chemie kann man sich über das Chemiestudium an der Universität Stuttgart aus erster Hand informieren.
Und so kommt man zu einem Schnupperstudium: Durch schriftliche oder telefonische Anfrage bei Herrn Dr. Klaus Dirnberger (Chemie) oder Herrn Dr. Ralf Schacherl (Materialwissenschaft) können individuelle Zeiträume vereinbart werden.

Wir bieten BOGY-Praktika für Schülerinnen und Schüler ab der 10. Klasse an.

Bewerbungen für den Zeitraum vom
20. April 2020 bis 24. April 2020
sind bis Ende Januar 2020 möglich.

Bewerbungen für die Zeiträume
12.10.2020 - 16.10.2020
und
19.10.2020 - 23.10.2020 müssen bis zum 31. Mai 2020 vorliegen.

Schicken Sie Ihre Unterlagen per Mail mit dem Bewerbungsformular, Ihrem Lebenslauf, Ihrem letzten aktuellen Zeugnis und der Freistellungsbescheinigung der Schule für den gewünschten Praktikumszeitraum an folgende E-Mail-Adresse.

Lesen Sie hier die Erfahrungsberichte anderer Praktikantinnen und Praktikanten:

1) "Am Nachmittag haben wir dann im Labor eine Synthese von Tensiden gemacht, bei der wir die Stoffe Magnesiumdodecylsulfat und Calciumdodecylsulfat hergestellt haben. Nach einer kurzen Besprechung der hergestellten Produkte, die über Nacht gefriergetrocknet wurden haben wir aus diesem Tensid eine Mikroemulsion hergestellt und die Löslichkeit in Abhängigkeit von der Temperatur untersucht. Danach haben wir die Leitfähigkeit bei unterschiedlich stark konzentriertem Calciumdodecylsulfat in destilliertem Wasser untersucht...." Den kompletten Bericht finden Sie hier.

2) "Für mich war es der erste Besuch einer Vorlesung. Es war völlig anders als in einer Unterrichtsstunde in der Schule. An der Universität war es selbstverständlich, dass man mit Laptops und Tablets mitschrieb, anstatt wie in der Schule auf Papier mitzuschreiben. Ebenso überraschte mich, dass der Professor seine Folien/Anschriebe in einer Art Cloud oder Webservice den Studenten bereits vor der Vorlesung zur Verfügung stellte...........
Synthese von ionischen Tensiden
Tenside sind Substanzen, die die Oberflächenspannung einer Flüssigkeit oder die Grenzflächenspannung zwischen zwei Phasen herabsetzen. Ein Ende ist hydrophil, sprich wasserliebend, und das andere Ende ist hydrophob (wasserabstoßend) bzw. fettliebend (lipophil). Mithilfe von Tensiden kann man zum Beispiel Öl und Wasser sehr fein vermischen. Nach der ersten Vorlesung und den Sicherheitseinweisungen begann unser erster Versuch: Die Herstellung von Calciumdodecylsulfat und Magnesiumdodecylsuflat. Zuerst lösten wir 20g Natriumdodecylsulfat in 200ml doppelt destilliertem Wasser und anschließend 6,88g Calciumchlorid beziehungsweise 9,52g Magnesiumchlorid in 10ml destilliertem Wasser auf. Vor dem Vermischen wurden jeweils beide Lösungen auf 60°C erhitzt und unter Rühren abgekühlt, wobei sich ein weißer Niederschlag bildete. Die beiden entstandenen Feststoffe wurden gewaschen, bis sich kein Chlorid mehr nachweisen ließ, abfiltriert und über Nacht gefriergetrocknet." Den kompletten Bericht finden Sie hier.

Die Fakultät bietet interessierten Schülerinnen und Schülern zahlreiche Möglichkeiten, sich mit dem Studienangebot vertraut zu machen und typische Lehrveranstaltungen sowie Forschungsrichtungen kennenzulernen.

Du hast Spaß am Experimentieren im Labor, den chemischen Grundlagen und überlegst irgendetwas in dieser Richtung zu studieren? An der Universität Stuttgart bieten wir die Studiengänge Chemie, Lebensmittelchemie und Materialwissenschaft an. In unserem Workshop werden wir vormittags Experimente aus dem Grundlagenstudium der Chemie und Lebensmittelchemie bzw. Materialwissenschaft durchführen. Nachmittags kannst du dann tiefer in einen der Studiengänge hineinschnuppern. Neben Einblicksmöglichkeiten in aktuelle Fragestellungen und Forschungsgebiete gibt es Informationen zu den Studieninhalten und möglichen Berufsfeldern. Bei gemütlichen Snacks und Getränken kannst du mit VertreterInnen der Fachgruppen ins Gespräch kommen. Weitere Informationen zu den Studiengängen sowie dem konkreten Programm des Workshops findest du hier:

Die Chemie ist aus dem alltäglichen Leben nicht wegzudenken. Sie bildet die Schnittstelle zwischen den Lebenswissenschaften und der Technik und weist mannigfaltige Spezialisierungsmöglichkeiten auf. Im Chemiestudium an der Universität Stuttgart ist fast jede dieser Fachrichtungen enthalten: Die drei grundlegenden Fächer Anorganische, Organische und Physikalische Chemie, sowie die spezialisierten Richtungen Biochemie, Polymerchemie, Technische und Theoretische Chemie. Da sowohl das Synthetisieren von Verbindungen (präparative Methoden), als auch deren Charakterisierung (analytische Methoden) eine wichtige Rolle spielen, ist der Try Science Tag in der Chemie entsprechend gestaltet.
Vormittags wirst Du gemeinsam mit den InteressentInnen für die Studiengänge Lebensmittelchemie und Materialwissenschaft Versuche durchführen. Aus dem Bereich der präparativen Chemie lernst Du die Herstellung von Seife mittels alkalischer Verseifung von Triglyceriden kennen und aus dem Bereich der analytischen Chemie die Bestimmung der Zusammensetzung eines unbekannten Pulvers mit Hilfe geeigneter Nachweisreaktionen.
Nach einem gemeinsamen Mittagessen in der Mensa wird es mit forschungsnahen Experimenten weitergehen. Es werden zwei Themengebiete angeboten:

1. Untersuchung der Aggregatbildung in Seifenlösungen mit dynamischer Lichtstreuung:
Hier wird die Ausbildung von Aggregaten (Mizellen) der am Vormittag synthetisierten Seifenmoleküle mit Hilfe der Dynamischem Lichtstreuung untersucht. Ihr bestimmt dabei den hydrodynamischen Radius der Mizellen durch die Analyse der Intensitäts-Korrelationsfunktion und der Anwendung der Stokes-Einstein Gleichung.

Mizelle

2. Eine Reise durch den Kristall:
Hier könnt Ihr etwas über die Anordnung der einzelnen Bausteine im festen Zustand lernen. Mit Hilfe von Licht- und Elektronenmikroskopie, sowie Röntgenbeugung schaut Ihr immer tiefer in den Aufbau und die Gestalt von Materie hinein und beschäftigt Euch mit dem Hintergrund der einzelnen Messmethoden.

Kristall

Zum Ende des Nachmittags kommen wir alle nochmal zu einem gemütlichen Beisammensein mit Studierenden der Chemie und Mitarbeitern der verschiedenen Institute zusammen um über Studium, Berufsfelder und aktuelle Themen der Chemie ins Gespräch zu kommen. Das Ende des Workshops wird gegen 17:00 Uhr sein und wir würden uns freuen, wenn wir Euch an diesem Tag die Vielfalt der Chemie näherbringen können.

Die Lebensmittelchemie ist eine Disziplin der Chemie, die sich, insbesondere im Rahmen des gesundheitlichen Verbraucherschutzes, mit der Untersuchung und Kontrolle von Lebens- und Futtermitteln sowie Kosmetika und Bedarfsgegenständen befasst. Das interdisziplinäre Studium und die späteren Berufsfelder sind stark analytisch geprägt, daher wollen wir Dir dies in dem Workshop, angefangen mit Grundlagenversuchen bis hin zu aktuellen Forschungsfragen, demonstrieren. Vormittags wirst Du parallel zu den InteressentInnen für die Studiengänge Chemie und Materialwissenschaft einen Versuch durchführen. Dabei wird zunächst an einem Photometer der Gehalt des Lebensmittelfarbstoffes ß‑Carotin in Orangenlimonade quantitativ bestimmt. Danach wird an einem anderen Lebensmittel die photometrische Analytik am Beispiel handelsüblicher Konservierungsstoffe, wie Benzoe- und Sorbinsäure (E 210 und E 200), vertieft. Dabei werden wir Dir zeigen, dass bei Lebensmitteln, die in aller Regel komplexe Substanzgemische sind, die klassische Photometrie an ihre Grenzen stößt. Deshalb werden wir uns, nach einem gemeinsamen Mittagessen in der Mensa, modernerer instrumenteller Analytik widmen, mit der im Vergleich zur Photometrie auch komplexe Substanzgemische untersucht werden können. Eine häufig verwendete Methode stellt die HPLC (Hochleistungsflüssigkeitschromatographie, engl. high performance liquid chromatography) dar, mit der wir in einem weiteren Lebensmittel die Konservierungsstoffe experimentell auftrennen und anschließend quantifizieren. Neben der HPLC wird auch die leistungsstarke Massenspektrometrie vorgestellt, mit der unbekannte Substanzen charakterisiert sowie im Spurenbereich detektiert werden können. Massenspektrometrie ist nicht nur im Lebensmittelbereich relevant, sondern kommt unter anderem in der Forensik, bei Dopingkontrollen oder in der Pharmabranche zum Einsatz, wodurch sich für den/die LebensmittelchemikerIn ein breites Berufsfeld ergibt. Außerdem wirst Du im Rahmen einer Institutsführung einen Überblick über unsere Forschungsschwerpunkte und analytische Ausstattung bekommen. Nach einem kurzen Ausflug in die Sensorik, ebenfalls ein Ansatz zur Lebensmittelbeurteilung und -kontrolle, kannst Du zum Schluss bei einem gemütlichen Beisammensein mit Studierenden und MitarbeiterInnen der Lebensmittelchemie über das Studium, relevante Berufsfelder und aktuelle Themen der Lebensmittelchemie ins Gespräch kommen. Das Ende des Workshops wird gegen 17.00 Uhr sein. Wir würden uns freuen, wenn wir Dir an diesem Tag zeigen können, wie vielseitig, anwendungsbezogen und technisch anspruchsvoll die Lebensmittelchemie und ihr Studium sind.

Materialwissenschaft: In unserem täglichen Leben spielen die unterschiedlichsten Materialien wie Metalle, Keramiken und Kunststoffe sowie Composite eine wichtige Rolle. Zukunftsweisende Technologien wären ohne diese Materialklassen nicht realisierbar. In Bereichen der Entwicklung modernster Smartphone-/Computergenerationen auf der Kommunikationsebene oder leistungsfähiger Batterie-/Solarmodule auf der Energiespeicher-/ Energieumwandlungsebene ist Materialforschung essentiell. Auch sparsamere Antriebssysteme und Leichtbauweisen im Automobil- und Flugzeugsektor wären undenkbar.
Im Rahmen der Programmpunkte Materialwissenschaft werden zwei Themenbereiche angeboten, die die unterschiedlichen Materialklassen und ihre Anwendung näherbringen sollen. Dabei steht aber auch im Vordergrund zu zeigen, wie modernste Analytikmethoden helfen können Prozesse zu analysieren und zu verstehen.

Zunächst liegt bei der Vormittagsveranstaltung der Schwerpunkt im Bereich der Polymere bzw. Kunststoffe, um den technischen Begriff zu gebrauchen. Polymermaterialien sind aus unserem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Sie erleichtern und verschönern uns auf vielfältige Weise das Leben. Ob z.B. bei der morgendlichen Hygiene, im Textil-, Automobilsektor oder in der Baubranche sind die Polymere allgegenwärtig. Im Rahmen anschaulicher Laborexperimente wollen wir uns mit funktionalen Polymeren für die Haarkosmetik auseinandersetzen und zeigen wie die Herstellung von Nylonfäden funktioniert, die Basis für z.B. Nylonstrümpfe. Natürlich dürfen hierbei auch die theoretischen Hintergründe der Chemie nicht fehlen.

Im zweiten Programmpunkt am Nachmittag wird verstärkt auf die materialwissenschaftliche Forschung eingegangen. Dabei soll anhand eines 2-komponentigen Materialsystems die Mikro-/Nanostruktur untersucht werden. Die beiden Komponenten weisen Unterschiede in der chemischen Zusammensetzung und der resultierenden Materialstruktur auf. Bei der Untersuchung soll festgestellt werden, wie sich bei erhöhter Temperatur die Struktur an der Grenzfläche der beiden Komponenten verändert. Zu diesem Zwecke sollen Licht- und Elektronenmikroskopie angewendet werden. Dies sind abbildende Methoden, die es ermöglichen die Mikro- und Nanostruktur sichtbar zu machen.

Darüber hinaus erhält man die Gelegenheit ausführliche Informationen zum Bachelor- und Masterstudium der Materialwissenschaft zu erhalten. In Gesprächen mit Studierenden kann man sich des Weiteren selbst ein Bild zu den Inhalten des Studiengangs machen.

TryScience - Seite der Universität

bietet den optimalen Studieneinstieg für MINT-Unentschlossene oder solche, die sich noch nicht fit genug für ein MINT-Studium fühlen.

MINT-Kolleg

Fachstudienberater Chemie und Materialwissenschaft

Klaus Dirnberger
Dr.

Klaus Dirnberger

Fachstudienberater Chemie

Dr.

Ralf Schacherl

Fachstudienberater Materialwissenschaft

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